Breiten sich Unkraut im Garten oder Moos im Rasen richtig aus, konkurrieren die nicht gewollten Pflanzen mit den Rasengräser um Licht, Wasser und Nährstoffe. Deshalb solltest du Unkraut entfernen und gezielt entgegenwirken, damit dein Rasen langanhaltend dicht, widerstandsfähig und gepflegt bleibt. Wie du dabei vorgehst und wie du einen unkrautfreien Rasen schaffen kannst, liest du in diesem FUXTEC Gartenratgeber.
Wie entsteht Unkraut im Rasen?
Unkraut entsteht meist durch eine geschwächte Grasnarbe und offene Flächen auf der Grünfläche. Vor allem Nährstoffmangel, ein falscher pH-Wert des Bodens oder verdichtete Böden schwächen das Gras und fördern unerwünschte Pflanzen wie Löwenzahn, Klee oder Moos.
Unkraut jäten oder stechen? 4 Tipps, um Unkraut im Rasen zu entfernen
Wer Unkraut im Rasen dauerhaft vernichten möchte, sollte nicht nur die sichtbaren Pflanzen beseitigen, sondern auch der Ursache für Unkraut entgegenwirken. Je nach Art des Unkrauts, Größe der Rasenfläche und persönlicher Vorliebe kommen unterschiedliche Methoden infrage: von biologischer Eindämmung bis hin zu chemischen Unkrautvernichtern. Wichtig ist vor allem, entstandene Lücken im Rasen anschließend direkt mit FUXTEC Rasensamen oder Nachsaat zu schließen.
1. Unkraut stechen: Einfach, effektiv und ganz ohne Chemie
Wer auf chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung verzichten möchte, kann Unkraut händisch mit einem FUXTEC Unkrautstecher entfernen. Dieser ist besonders effektiv, da er tief in den Boden eindringt und die komplette Wurzel herauszieht.
Vor allem Löwenzahn oder andere Pflanzen mit tiefem Wurzelwerk sollten möglichst vollständig entfernt werden. Bleiben Reste im Boden zurück, treibt das Unkraut häufig erneut aus.
Wichtig dabei:
- Unkrautstecher regelmäßig einsetzen
- Wurzelstock entfernen, bevor Samen entstehen
- bei kargen Flächen direkt nachsäen

2. Chemische Unkrautvernichter gegen Moos im Rasen
Bei starkem Befall oder schwer zu bekämpfenden Arten kann ein Unkrautvernichter sinnvoll sein. Moderne Herbizide greifen gezielt in den Stoffwechsel der Pflanzen ein und lassen das Unkraut absterben, ohne den Rasen besonders zu schädigen.
Häufig verwendete Bestandteile sind:
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MCPA, MCPP-P, 2,4-D und Dicamba: Diese Stoffe wirken wie natürliche Wachstumshormone. Der Stoffwechsel der Pflanzen gerät dadurch aus dem Gleichgewicht.
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Kombinierte Wirkstoffsysteme: Gegen schwer zu bekämpfen Arten wie Gundermann sind Produkte mit mehreren Wirkstoffen besonders wirksam.
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Diflufenican: Dieser Wirkstoff wird über die Wurzel aufgenommen und hilft unter anderem gegen Ehrenpreis-Arten.
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Rasendünger mit Unkrautvernichter: Diese Kombination versorgt den Rasen gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt einen dichten Wuchs.
Nach dem Ausbringen solltest du den Rasen regelmäßig kontrollieren. Abgestorbenes Material und offene Stellen im Rasen sollten anschließend entfernt und mit neuer FUXTEC Nachsaat geschlossen werden.
3. Bodendecker statt Unkraut und Moos: Flächen natürlich schützen
Nicht immer muss man Unkraut aktiv bekämpfen. Gerade im Garten helfen dichte Pflanzen dabei, offenen Boden zu vermeiden. Wo keine freie Fläche entsteht, können sich Unkräuter deutlich schlechter ausbreiten.
Beliebte Bodendecker sind beispielsweise:
- Efeu
- Immergrün
- Dickmännchen
- Storchschnabel
- Goldnessel
Sie bilden mit der Zeit einen attraktiven grünen Pflanzenteppich und verdrängen dadurch viele Arten von Unkraut ganz natürlich.
4. Mulchen als Unkrautbekämpfung
Auch eine Mulchdecke kann helfen, Unkraut dauerhaft zu reduzieren. Unter Sträuchern und Bäumen schützt eine mehrere Zentimeter dicke Schicht aus Rindenmulch oder Mulchkompost den Boden und hemmt das Wachstum neuer Pflanzen.
Zusätzliche Vorteile:
- der Boden bleibt feucht und locker
- weniger Verdunstung im Sommer
- Schutz vor Moos und Unkraut
- organisches Material verbessert langfristig den Boden
Wenn du Lust hast, kannst du den Mulch sogar selbst mit einem FUXTEC Gartenhäcksler herstellen.
Unkraut im Rasen: 10 Arten erkennen und gezielt bekämpfen
Einige Rasenunkräuter lassen sich relativ leicht beseitigen, andere gelten als besonders hartnäckig und schwer zu vernichten. Entscheidend für eine erfolgreiche Unkrautentfernung ist deshalb, Unkraut in deinem Garten frühzeitig zu entdecken und die richtige Pflege oder geeignete Mittel zur Unkrautbekämpfung einzusetzen. Vor allem auf geschwächten oder lückenhaften Rasenflächen können sich nicht gewünschten Pflanzen schnell ausbreiten.
Gänseblümchen (Bellis perennis)

Gänseblümchen treten häufig in Spiel- und Zierrasen auf nährstoffreichem Boden auf. Die kleinen Blüten verbreiten sich über Wind, Regenwürmer und kurze Ausläufer. Besonders wirksam ist eine Behandlung während der Blüte, wenn ausreichend Blattmasse vorhanden ist. Auch ein Rasendünger mit Unkrautvernichter kann helfen.
- Das Unkraut gilt als leicht bekämpfbar.
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Blütezeit: Bis Ende November
Gundermann (Glechoma hederacea)

Die Pflanze breitet sich über kriechende Ausläufer extrem schnell aus und besiedelt ganze Stellen im Rasen. Vor allem bei unzureichender Rasenpflege entsteht schnell ein dichter Teppich. Für die Bekämpfung von Unkräutern im Rasen immer auf passende Wirkstoffkombinationen achten.
- Gundermann zählt zu den Rasenunkräutern, die schwer zu bekämpfen sind.
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Blütezeit: März bis Juli
Hornklee (Lotus corniculatus)

Hornklee bevorzugt leicht saure Böden und breitet sich rasch über Samen und Wurzelreste aus. Besonders auf geschwächten Rasenflächen kann sich Klee schnell durchsetzen. Oft sind mehrere Anwendungen nötig, da die Pflanzen ein starkes Wurzelwerk bilden.
- Dieses Unkraut im Rasen bekämpfen gilt als schwer.
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Blütezeit: Mai bis Oktober
Weißklee (Trifolium repens)

Weißklee ist sehr trittfest und kommt häufig auf stark genutzten Flächen vor. Er breitet sich über Ausläufer aus und bildet dichte Horste. Vor allem bei Nährstoffmangel entsteht häufig Klee im Rasen. Konstantes düngen und ein dichter Rasen helfen dabei, diesem Unkraut vorzubeugen.
- Die Entfernung ist mittelschwer.
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Blütezeit:Mai bis September
Breitwegerich (Plantago major)

Breitwegerich ist äußerst widerstandsfähig und entwickelt tiefe Wurzeln von bis zu 80 Zentimetern. Die Samen haften an Schuhen, Rädern oder Tierpfoten und verbreiten sich dadurch schnell im gesamten Garten. Einzelne Pflanzen lassen sich gut mit einem FUXTEC Unkrautstecher beseitigen.
- Das Unkraut ist leicht entfernbar.
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Blütezeit: Juni bis Oktober
Faden-Ehrenpreis (Veronica filiformis)

Dieses Unkraut bevorzugt halbschattige und kalkarme Standorte. Durch starke Ausläuferbildung entstehen schnell größere Lücken im Rasen, die weiter besiedelt werden. Ein gesunder und häufig gemähter Rasen erschwert die Ausbreitung deutlich.
- Dieses Unkraut gilt als schwer zu vernichten.
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Blütezeit: Mai bis September
Kriechender Hahnfuß (Ranunculus repens)

Kriechender Hahnfuß liebt feuchte und nährstoffreiche Böden. Besonders bei Staunässe kann sich das lästige Unkraut schnell vermehren. Hier hilft es, den Boden zu verbessern und die Rasenfläche ausreichend zu belüften.
- Diese Art gilt als schwer zu vernichten.
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Blütezeit: Mai bis August
Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Löwenzahn gehört zu den bekanntesten Pflanzen im Rasen. Seine Samen werden durch den Wind verbreitet und siedeln sich schnell auf kargen Stellen an.
- Der tiefe Wurzelstock macht ihn robust, dennoch lässt sich Löwenzahn meist gut beseitigen. Hierfür musst du die gesamte Wurzel entfernen.
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Blütezeit: April bis Juni
Vogelmiere (Stellaria media)

Vogelmiere wächst bevorzugt auf nährstoffreichen und lückenhaften Flächen. Selbst kleine Pflanzenteile können erneut bewurzeln und neues Unkraut ansiedeln. Deshalb sollte das Unkraut vollständig beseitigt werden.
- Vogelmiere gilt als ein leicht zu bekämpfendes Unkraut.
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Blütezeit: März bis Oktober
Kratzdistel (Cirsium)

Bereits kleine Wurzelreste reichen aus, damit sich neue Pflanzen bilden. Besonders wichtig ist hier eine frühzeitige Eindämmung und eine dichte Grasnarbe, damit sich die Distel nicht weiter ausbreitet.
- Die Kratzdistel zählt zu den schwer bekämpfbaren Arten.
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Blütezeit: Juli bis September
Rasenunkraut vorbeugen: So bleibt dein Rasen dauerhaft dicht und gesund
Die beste Eindämmung von Rasenunkräutern beginnt bereits bei der korrekten Pflege. Dichtes und gesundes Gras lässt vielen unerwünschten Pflanzen kaum Platz zur Verbreitung. Werden kahle Flächen, Nährstoffmangel oder Pflegefehler dagegen zu spät erkannt, entsteht Rasenunkraut oft innerhalb kurzer Zeit.
Besonders wichtig ist deshalb, das Gras alle Nase lang zu mähen und ausreichend zu pflegen. Wird der Rasen jedoch erst gemäht, nachdem Wildkräuter bereits Samen gebildet haben, verteilt der Rasenmäher diese über die gesamte Rasenfläche. Dadurch kann sich neues Unkraut ansiedeln und die Eindämmung wird deutlich aufwendiger.
Damit der Rasen frei von Unkraut bleibt, helfen folgende Maßnahmen:
- Regelmäßig mähen mit deinem FUXTEC Rasenmäher, aber den Rasen nicht zu kurz schneiden
- Blütenköpfe frühzeitig abmachen
- den Rasen ausreichend mit einem FUXTEC Dünger versorgen, um Mangel an Nährstoffen zu vermeiden
- Lücken mit Rasensamen schließen
- verdichtete Böden durch vertikutieren und Belüften verbessern
- Bodendecker anlegen