Rasen richtig gemäht: Ein-Drittel-Regel beim Rasenschnitt

Erst Dauerregen, dann plötzlich Sommerhitze: Wenn dein Rasen nach kühlen, nassen Wochen stark in die Höhe geschossen ist, ist dein erster Impuls möglicherweise, ihn  sofort wieder kurz zu schneiden. Genau dabei passieren jedoch häufig Fehler. Denn wird zu hoher Rasen auf einmal zu stark gekürzt, gerät das Gras unter Stress, die Halme trocknen schneller aus und die Grasnarbe kann langfristig geschwächt werden. Gerade Ende Mai, wenn nach zwei Wochen Dauerregen plötzlich Sonne und Temperaturen über 30 Grad angekündigt sind, kommt es beim Rasenmähen auf die richtige Technik an. Entscheidend ist die sogenannte Ein-Drittel-Regel.

In diesem FUXTEC Gartenratgeber erklären wir dir, warum die Drittel-Regel so wichtig ist, welche Schnitthöhe für Gebrauchsrasen ideal ist und wie du zu stark gewachsenen Rasen nach Regen, Urlaub oder längerer Mähpause richtig kürzt.

Was bedeutet die Drittel-Regel beim Rasenmähen?

Bei jedem Mähvorgang solltest du nie mehr als ein Drittel der Halmlänge abschneiden. Hat der Rasen zum Beispiel eine Länge 6 cm, solltest du ihn zunächst nur um etwa 2 cm kürzen. Ziel wäre dann also eine Schnitthöhe von 4 cm. Erst beim nächsten Schnitt kannst du den Rasen weiter auf die gewünschte Höhe bringen. So wird er schonend gemäht und bekommt genug Zeit, sich an den Rückschnitt anzupassen.

Gerade nach nassen Wachstumsphasen und vor heißen Tagen ist diese Regel besonders wichtig. Wird der Rasen auf einmal zu doll geschnitten, verliert er viel Blattmasse, trocknet schneller aus und wird anfälliger für Lücken, braune Stellen und Unkraut. Mit der Ein-Drittel-Regel schützt du dein Gras, förderst eine dichte Grasdecke und sorgst für ein gleichmäßigeres Schnittbild.

Die ideale Schnitthöhe von Gebrauchsrasen und Co.

  • Gebrauchs- und Sportrasen: Für einen klassischen Gebrauchsrasen, der zum Spielen, Laufen und Liegen genutzt wird, liegt die optimale Höhe meist bei etwa 3 bis 4 cm. In der Hauptwachstumsphase sollte er etwa einmal pro Woche gemäht werden, bei starkem Wachstum auch etwas häufiger.
  • Schattenrasen: Rasenflächen im Schatten sollten etwas höher bleiben. Eine Schnitthöhe von bis zu 5 cm ist sinnvoll, damit das Gras mehr Licht aufnehmen kann und der Rasen nicht zu stark geschwächt wird.
  • Zierrasen: Ein feiner englischer Rasen wird in der Regel kürzer gehalten. Hier ist die optimale Schnitthöhe etwa 1,5 bis 2,5 cm. Damit er gleichmäßig und gepflegt bleibt, muss er meist häufiger gemäht werden, oft etwa zweimal pro Woche.

Wichtig ist: Wächst der Rasen nach Urlaub, Regenphasen oder längerer Mähpause deutlich zu hoch, solltest du ihn nicht auf einmal ganz knapp schneiden. Besser ist es, anfangs die Schnitthöhe etwas höher zu halten und schrittweise zu reduziere. So bringst du deinen Rasen in mehreren Mähvorgängen wieder auf die gewünschte Höhe.

Grünen Rasen richtig mähen: Die 9 wichtigsten Regeln bei der Rasenpflege

Damit dein Rasen wachsen kann, kommt es beim Rasenmähen nicht nur auf die Schnitthöhe an. Auch Mähfrequenz, Wetter, Schnittbild und der richtige Umgang mit dem Rasenmäher spielen eine wichtige Rolle.

  1. Rasen regelmäßig mähen: Regelmäßiges Mähen gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen für einen dichten Rasen. Meist beginnt die Mähsaison im Frühjahr und je nach Wetter wird der letzte Schnitt des Jahres im Herbst erfolgen. Bei normaler Witterung reicht es, den Rasen etwa einmal pro Woche zu mähen. In der Hauptwachstumsphase kann auch zweimal pro Woche mähen sinnvoll sein.
  2. Schnitthöhe bewusst anpassen: Die passende Schnitthöhe unterscheidet sich je nach Rasentyp und hängt vom Standort sowie dem aktuellen Zustand des Rasens ab. Wichtig ist, den Rasen nicht zu doll zu stutzen und die Höhe bei Stressfaktoren wie Hitze, Trockenheit oder längeren Mähpausen lieber etwas großzügiger einzustellen. So bleiben die Halme kräftiger und der Rasen kann sich nach dem Mähen besser erholen.
  3. Ein-Drittel-Regel beachten: Diese Regel besagt, dass du beim Mähen nie mehr als ein Drittel der Stängel abschneiden solltest.
  4. Rasen nicht zu kurz schneiden: Wird der Rasen zu kurz gemäht, können die Grashalme geschwächt werden. Dein Rasen trocknet schneller aus, die Grasdecke wird lückiger und Unkraut kann sich leichter ausbreiten. Besonders im Sommer ist es deshalb wichtig, den Rasen nicht zu stark zu stutzen.
  5. Nicht bei nassem Wetter mähen: Rasen vor dem Mähen möglichst abtrocknen lassen, denn Nasse Stängel richten sich schlechter auf, wodurch ein ungleichmäßiges Schnittbild entstehen kann. Außerdem kann der Rasenmäher auf feuchtem Boden Radspuren hinterlassen und die Grasnarbe verletzen.
  6. Während dem Rasenschnitt nur auf bereits gemähten Flächen laufen: Laufe beim Mähen möglichst nicht über ungemähte Bereiche. Werden die Grasstängel vorher heruntergetreten, richten sie sich oft nicht rechtzeitig wieder auf und werden vom Mäher nicht sauber erfasst. Das kann zu ungleichmäßigen Schnittlängen führen.
  7. Rasenkanten separat schneiden: Rasenkanten solltest du nicht schräg mit dem Rasenmäher bearbeiten. Die Räder können abrutschen und Verletzungen der Grasnarbe verursachen. Besser ist es, einen schmalen Streifen stehen zu lassen und die Kanten anschließend mit einer passenden FUXTEC Motorsense sauber nachzuarbeiten.
  8. Auf scharfe Messer achten: Ein geschärftes Messer sorgt für einen sauberen Schnitt. Sind die Klingen stumpf, wird das Gras eher gerissen als geschnitten. Das schwächt die Rasenfläche und kann das Schnittbild deutlich verschlechtern.
  9. Den richtigen FUXTEC Rasenmäher wählen: Auch die Wahl des Rasenmähers entscheidet darüber, wie sauber und schonend dein Rasen gemäht wird. Für kleine und verwinkelte Gärten eignen sich leichte Akku- oder Elektro-Rasenmäher, weil sie wendig, leise und einfach zu handhaben sind. Für größere Flächen sind Modelle mit größerer Schnittbreite oder leistungsstarke Benzin-Rasenmäher praktisch, besonders wenn das Gras etwas höher steht oder die Fläche mehr Kraft verlangt. Bei sehr großen Grundstücken kann ein Aufsitzmäher oder ein Mähroboter die Arbeit deutlich erleichtern. Mit den Rasenmähern von FUXTEC kannst du deinen Rasen am besten Mähen.

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FAQs zum Rasenmähen

Ein Rasen ist vor allem dann zu hoch, wenn er deutlich über der empfohlenen Schnitthöhe liegt. Nach Regenphasen, Urlaub oder längeren Mähpausen solltest du ihn nicht sofort stark kürzen, sondern schrittweise zurückschneiden.

Die Ein-Drittel-Regel besagt, dass du beim Mähen nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal entfernen solltest. Dadurch wird der Rasen schonender gekürzt und trocknet weniger schnell aus.

Gebrauchs- und Sportrasen wird meist auf etwa 3 bis 4 Zentimeter geschnitten. Schattenrasen sollte etwas höher bleiben, während Zierrasen häufig kürzer gehalten wird.

Nassen Rasen solltest du möglichst nicht mähen. Feuchte Halme richten sich schlechter auf, das Schnittbild wird ungleichmäßig und der Rasenmäher kann auf nassem Boden Spuren hinterlassen.

Unter normalen Bedingungen reicht es meist aus, den Rasen einmal pro Woche zu mähen. In der Hauptwachstumsphase kann auch ein zweiter Schnitt pro Woche sinnvoll sein.

Rasenschnitt kann kompostiert, dünn als Mulch unter Sträuchern oder Hecken genutzt oder beim Mulchmähen direkt auf dem Rasen belassen werden. So gelangen Nährstoffe wieder zurück in den Boden.

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