Die Dichondra repens, auch einfach als Dichondra bekannt, zählt zu den beliebtesten Alternativen zum klassischen Rasen. Sie eignet sich besonders für alle, die sich eine grüne, gepflegte Fläche wünschen, ohne ständig zum Rasenmäher greifen zu müssen.
Im Gegensatz zu herkömmlichem Gras wächst Dichondra kaum in die Höhe. Stattdessen bildet sie ein dichtes, bodennahes Pflanzenpolster. Die kleinen, rundlichen Blätter sorgen für ein gleichmäßiges, dekoratives Erscheinungsbild. Gleichzeitig ist die Pflanze überraschend robust – sowohl gegenüber moderatem Betreten als auch gegenüber Trockenheit.
Wenn du einen pflegeleichten, optisch ansprechenden Rasen suchst, ist Dichondra repens eine sehr solide Option.
Was ist Dichondra repens und was macht sie besonders?
Dichondra repens gehört zur Familie der Windengewächse und stammt ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen. In Europa wird sie seit Jahren als Bodendecker eingesetzt.
Der entscheidende Unterschied zu klassischem Rasen liegt im Wachstum: Die Pflanze wächst horizontal. Ihre Triebe breiten sich direkt über den Boden aus und bilden an den Knoten neue Wurzeln. Dadurch entsteht mit der Zeit eine dichte, geschlossene Fläche – ohne nennenswertes Höhenwachstum. Du musst den Rasen daher kaum mähen.
In milden Klimazonen bleibt die Dichondra fast das ganze Jahr über grün. In kälteren Regionen kann sie im Winter etwas an Farbe verlieren oder ihr Wachstum verlangsamen, treibt im Frühjahr aber wieder zuverlässig aus.
Vorteile gegenüber klassischem Rasen
Ein Dichondra-Rasen bringt mehrere klare Vorteile mit sich. Der Pflegeaufwand ist deutlich geringer, da regelmäßiges Mähen fast vollständig entfällt. Gleichzeitig ist der Wasserbedarf reduziert, weil die Pflanze Trockenphasen besser übersteht als viele Rasengräser.
Die Fläche wirkt gleichmäßig und kompakt, auch in schwierigeren Bereichen wie Halbschatten oder Hanglagen. Zusätzlich benötigst du insgesamt weniger Dünger und Geräte, was die Pflege weiter vereinfacht.
Dichondra repens aussäen: Schritt für Schritt
Für ein gleichmäßiges Ergebnis ist eine saubere Vorbereitung entscheidend. Die beste Zeit für die Aussaat liegt im späten Frühjahr, wenn die Temperaturen stabil über 10 °C bleiben.
Lockere den Boden etwa 15 bis 20 cm tief und entferne Steine, Wurzeln und Unkraut. Danach wird die Fläche sauber eingeebnet, um Staunässe zu vermeiden.
Die Samen verteilst du gleichmäßig mit etwa 20 bis 30 Gramm pro Quadratmeter. Anschließend werden sie leicht mit Erde bedeckt und vorsichtig angedrückt.
In den ersten zwei Wochen sollte der Boden konstant feucht gehalten werden. Die Keimung erfolgt je nach Temperatur nach 10 bis 20 Tagen, bis zur vollständigen Fläche vergehen etwa 6 bis 10 Wochen.
Bewässerung richtig umsetzen
In der Anfangsphase ist eine konstante Feuchtigkeit entscheidend. Sobald sich das Wurzelsystem entwickelt hat, wird die Pflanze deutlich robuster.
Im Sommer reicht es meist, zwei- bis dreimal pro Woche gründlich zu gießen. Wichtig ist, dass das Wasser tief in den Boden eindringt und nicht nur oberflächlich verteilt wird.
Bei längerer Trockenheit kann die Fläche leicht vergilben, erholt sich jedoch schnell nach erneuter Bewässerung. Vermeide das Gießen in der Mittagshitze, um Schäden zu verhindern.
Düngung und Nährstoffversorgung
Auch Dichondra profitiert von gezielter Düngung. Im Frühjahr sorgt ein stickstoffbetonter Dünger für kräftiges Wachstum und eine dichte Fläche.
Im Sommer sollte die Düngung reduziert werden, während im Herbst ein kaliumbetonter Dünger die Pflanze widerstandsfähiger gegen Kälte macht. Zwei bis drei Anwendungen pro Jahr sind in der Regel ausreichend.
Laufende Pflege im Jahresverlauf
Die Pflege bleibt überschaubar. In der Anfangsphase solltest du Unkraut regelmäßig entfernen, damit sich die Dichondra ungestört ausbreiten kann.
Ein gelegentlicher Schnitt kann sinnvoll sein, wenn einzelne Bereiche dichter wachsen. Kahle Stellen lassen sich einfach nachsäen oder durch Umsetzen bestehender Pflanzenteile schließen.
Alle ein bis zwei Jahre kann eine leichte Bodenlockerung helfen, die Durchlüftung zu verbessern.
Verhalten im Winter
Dichondra repens ist keine klassische immergrüne Pflanze. In milden Regionen bleibt sie weitgehend grün, in kälteren Gegenden verliert sie teilweise ihre Farbe.
Die Wurzeln bleiben jedoch intakt, sodass die Pflanze im Frühjahr wieder kräftig austreibt. Während Frostperioden sollte die Fläche möglichst nicht betreten werden.
Typische Probleme und Lösungen
Gelbliche Blätter deuten meist auf Wassermangel, Nährstoffdefizite oder verdichteten Boden hin. Eine Kombination aus Bewässerung, Düngung und Lockerung schafft hier Abhilfe.
Kahle Stellen entstehen häufig durch zu starke Belastung oder Staunässe und lassen sich durch Nachsaat beheben.
Auch Schnecken können ein Problem darstellen. In solchen Fällen helfen geeignete Schutzmaßnahmen wie Schneckenkorn oder physische Barrieren.
Auch im Topf eine gute Wahl
Dichondra eignet sich nicht nur als Rasen, sondern auch für Balkon und Terrasse. In Gefäßen wächst sie über den Rand hinaus und erzeugt eine dekorative, hängende Optik.
Ein gut durchlässiges Substrat und regelmäßige Bewässerung sind hier entscheidend. Besonders beliebt ist die Sorte „Silver Falls“ mit ihren silbrig schimmernden Blättern.
Fazit
Dichondra repens ist eine praktische Alternative zum klassischen Rasen. Der Pflegeaufwand ist gering, der Wasserbedarf moderat und die Optik gleichmäßig.













































































